Die Liebe ist ein seltsames Spiel
Wenn Menschen von Liebe sprechen, denken sie meist zuerst an Partnerschaft, Familie oder Freundschaft. Dabei wird ein wichtiger Mensch häufig vergessen: man selbst.
Selbstliebe bedeutet, sich mit seinen Stärken und Schwächen anzunehmen. Sie bedeutet nicht, alles an sich großartig finden zu müssen. Vielmehr geht es darum, sich selbst mit derselben Nachsicht zu begegnen, die man einem guten Freund oder einer guten Freundin entgegenbringen würde.
Was Selbstliebe nicht bedeutet
Wer sich selbst schätzt, hält sich nicht automatisch für etwas Besseres.
Selbstliebe hat nichts mit Überheblichkeit oder Selbstverherrlichung zu tun.
Erich Fromm formulierte dazu einen Gedanken, der bis heute viele Menschen bewegt:
"Es stimmt, dass selbstsüchtige Menschen unfähig sind, andere zu lieben; sie sind jedoch genauso unfähig, sich selbst zu lieben."
Menschen mit einer gesunden Selbstachtung können ihre Fehler erkennen, ohne sich dafür dauerhaft abzuwerten. Sie dürfen über sich selbst lachen und müssen nicht ständig perfekt sein.
Wie kann ich Selbstliebe fördern?
Ein erster Schritt kann darin bestehen, die eigene innere Stimme bewusster wahrzunehmen. Wie sprechen Sie mit sich selbst? Würden Sie dieselben Worte auch zu einem Menschen sagen, der Ihnen am Herzen liegt?
In meinen Beratungen sprechen wir häufig darüber, wie ein wertschätzender Umgang mit sich selbst aussehen kann. Viele Menschen empfinden bereits kleine Veränderungen im Alltag als bereichernd.
Probieren Sie einmal Folgendes aus:
Notieren Sie zehn Dinge, die Sie an sich mögen oder die Ihnen in Ihrem Leben bereits gelungen sind. Bewahren Sie diese Liste auf und ergänzen Sie sie von Zeit zu Zeit.
Oft entsteht dadurch ein bewussterer Blick auf die eigenen Fähigkeiten und Ressourcen.
Viel Freude auf Ihrem Weg!
Ihr Abel
© Zukunftsblick Ltd.
Redaktionell geprüft durch das Redaktionsteam der Zukunftsblick Ltd.
Rechtliche Hinweise.